Ansage
Ansagen im Doppelkopf: Re, Kontra und Absagen erklärt. Regeln, Zeitpunkte und Auswirkungen auf den Spielwert.
Definition
Ansage ist der Oberbegriff für die offiziellen Erklärungen „Re" und „Kontra" im Doppelkopf, mit denen Spieler den Spielwert erhöhen und ihre Siegesabsicht bekunden.
Erklärung
Das Ansagesystem ist ein zentrales taktisches Element im Doppelkopf. Durch eine Ansage wird der Spielwert erhöht, was das Spiel sowohl lukrativer als auch riskanter macht. Die grundlegenden Ansagen sind „Re" (durch die Re-Partei) und „Kontra" (durch die Kontra-Partei).
Nach DDV-Regeln muss eine Erstansage erfolgen, solange der Spieler noch mindestens elf Karten hält. Bei einer angemeldeten Hochzeit und bei Erwiderungen gelten besondere Fristen.
Eine Ansage ist unwiderruflich — einmal gesagt, gilt sie für das gesamte Spiel. Dabei muss nur ein Spieler einer Partei ansagen, die Ansage gilt dann für die gesamte Partei.
Auf eine Ansage können Absagen folgen: „keine 90", „keine 60", „keine 30" und „schwarz". Diese verschärfen die Gewinnbedingung für die ansagende Partei zusätzlich. Für keine 90, keine 60, keine 30 und schwarz gelten mindestens zehn, neun, acht und sieben Karten in der Hand.
Taktisch gilt: Eine Ansage sollte nur mit einem entsprechend starken Blatt gemacht werden. Sie verrät dem Gegner die Parteizugehörigkeit und erhöht das Verlustrisiko.
Beispiel im Spiel
Spieler A sagt mit mindestens elf Karten „Re" an. Spieler C antwortet mit „Kontra". Nach DDV-Wertung kommen für Re und Kontra jeweils zwei Spielpunkte hinzu. Beide Parteien stehen nun unter Druck, da Gewinn und Verlust größer ausfallen.
Verwandte Begriffe
- Re — Ansage der Kreuz-Dame-Partei
- Kontra — Ansage der gegnerischen Partei
- Absage — Verschärfung der Ansage (keine 90/60/30/schwarz)
Grundlage: DDV-Turnierspielregeln, Stand 21.02.2026.
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