Farbe bedienen
Farbe bedienen im Doppelkopf: Bedienpflicht, Ausnahmen und was passiert, wenn man die Farbe nicht mehr hat.
Definition
Farbe bedienen (auch Bedienpflicht) bedeutet, dass ein Spieler eine Karte der gleichen Farbe spielen muss, die im Stich ausgespielt wurde. Diese Pflicht ist eine der Grundregeln im Doppelkopf.
Erklärung
Die Bedienpflicht ist eine fundamentale Regel im Doppelkopf und gilt in jedem Stich: Wird eine Fehlfarbe ausgespielt, muss jeder Spieler, der noch Karten dieser Farbe auf der Hand hat, eine davon spielen. Wird Trumpf ausgespielt, muss entsprechend Trumpf bedient werden.
Wichtig dabei: Die Bedienpflicht betrifft nur die Farbgruppe (Trumpf oder jeweilige Fehlfarbe). Innerhalb der bedienten Farbe darf der Spieler frei wählen, welche Karte er legt — es gibt keinen Stichzwang, also keine Pflicht, höher zu spielen.
Kann ein Spieler die ausgespielte Farbe nicht bedienen (weil er keine Karten dieser Farbe mehr hat), darf er frei wählen:
- Trumpfen: Eine Trumpfkarte spielen, um den Stich zu stechen.
- Abwerfen: Eine beliebige andere Karte spielen, mit der der Stich nicht gewonnen werden kann.
Das Nicht-Bedienen-Können ist taktisch hochinteressant. Wer eine Fehlfarbe „blank" hat, kann dort stechen. Erfahrene Spieler achten genau darauf, welche Farben die Mitspieler nicht mehr bedienen, um Rückschlüsse auf die Kartenverteilung zu ziehen.
Ein Verstoß gegen die Bedienpflicht ist ein Regelverstoß. Wird er bemerkt, muss der Stich und gegebenenfalls das gesamte Spiel korrigiert werden.
Beispiel im Spiel
Spieler A spielt Pik Ass aus. Spieler B hat noch Pik und legt Pik König. Spieler C hat kein Pik mehr und sticht mit Karo Dame (Trumpf). Spieler D muss Pik bedienen und legt Pik 9. Spieler C gewinnt den Stich dank Trumpf.
Verwandte Begriffe
Verwandte Themen
Punkte bequem digital zählen
Mit dem Doppelkopf Schreibblock behältst du bei jeder Runde den Überblick. Automatische Punkteberechnung, Statistiken und vieles mehr – kostenlos für iOS und Android.