Ramschrunde

Ramsch im Doppelkopf: Regeln, Ablauf und Varianten der Ramschrunde. So funktioniert das Stichvermeidungsspiel.

Was ist eine Ramschrunde?

Die Ramschrunde (kurz: Ramsch) ist eine Sonderrunde im Doppelkopf, die gespielt wird, wenn kein Spieler ein reguläres Spiel ansagen möchte. Im Gegensatz zum normalen Doppelkopf ist das Ziel beim Ramsch, möglichst wenige Augen in den eigenen Stichen zu sammeln. Wer am Ende die meisten Augen hat, verliert und bekommt Minuspunkte. Der Ramsch ist kein Bestandteil der offiziellen Turnierregel, gehört aber in den meisten Freizeitgruppen fest zum Spiel.

So funktioniert die Ramschrunde

  1. Alle vier Spieler passen — niemand möchte spielen, und es liegt weder eine Hochzeit noch eine Armut vor.
  2. Es wird eine Ramschrunde ausgespielt. Jeder Spieler spielt für sich allein.
  3. Die Trumpfreihenfolge bleibt wie im normalen Doppelkopf (Herz Zehn als höchster Trumpf, Kreuz Damen, Pik Damen usw.).
  4. Es gibt keine Parteien — jeder versucht, so wenige Augen wie möglich zu bekommen.
  5. Nach 12 Stichen wird gezählt: Der Spieler mit den meisten Augen verliert.
  6. Der Verlierer erhält die entsprechenden Minuspunkte auf dem Spielzettel.

Wann kommt die Ramschrunde zum Einsatz?

Die Ramschrunde kommt zum Einsatz, wenn alle Spieler "gesund" passen und kein Solo, keine Hochzeit und keine Armut angemeldet wird. In vielen Spielgruppen wird alternativ auch eine Bockrunde gespielt oder die Karten werden neu gegeben. Was genau bei einem Rundumpass passiert, wird vorher vereinbart.

Beispiel

Alle vier Spieler passen. Es wird Ramsch gespielt. Am Ende hat Spieler A 78 Augen, Spieler B 52, Spieler C 63 und Spieler D 47 Augen. Spieler A hat die meisten Augen und verliert. Er bekommt z. B. 3 Minuspunkte (je nach Vereinbarung), die anderen gehen leer aus oder erhalten Pluspunkte.

Häufige Varianten

  • Durchmarsch: Ein Spieler, der alle Stiche macht, gewinnt statt zu verlieren. Das ist der "Durchmarsch" und wird hoch belohnt (oft mit doppelten oder dreifachen Pluspunkten).
  • Jungfrau: Wer keinen einzigen Stich bekommt, erhält Bonuspunkte.
  • Ramsch mit Schieben: Vor dem Spiel dürfen Spieler reihum den Skat (falls vorhanden) aufnehmen und weiterreichen.
  • Bock nach Ramsch: In vielen Gruppen löst ein Ramsch automatisch eine Bockrunde aus.
  • Kein Ramsch: Manche Gruppen spielen grundsätzlich ohne Ramsch — bei einem Rundumpass wird einfach neu gegeben.

Auswirkung auf die Punktwertung

Im Ramsch gibt es nur Verlierer und (bestenfalls) neutrale Ergebnisse. Die Minuspunkte für den Verlierer variieren je nach Hausregel: Manche Gruppen vergeben feste Minuspunkte, andere richten sich nach der Augenzahl. In Kombination mit einer Bockrunde kann ein verlorener Ramsch besonders schmerzhaft sein.

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